Tierärztliche Gemeinschaftspraxis und Praxis für Verhaltenstherapie Dr. med. vet. Iris Schulte Dr. med. vet. Ronald Lindner Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie Tel:  0341 / 3584660 Mobil: 0175 / 3800352 I.H.M.B.S. Institut für Hund – Mensch – Beziehung Sachsen (Tierverhaltensmedizin und -therapie, Humanpsychologie, Hundeausbildung) full membership in International Society for Animal - Assisted Therapy - ISAAT veranstaltet Kurse als berufsbegleitende Weiterbildung in tiergestützter Therapie, tiergestützter Pädagogik und tiergestützten Fördermaßnahmen TGT/TGP/TGF für: Ärzte/ Psychiater Psychologen/ Psychotherapeuten Lehrer / Heilpädagogen Sozialarbeiter / Sozialpädagogen Erziehungsbeauftragte / Erzieher / Kindergärtner Ergotherapeuten / Physiotherapeuten / Seelsorger Logopäden Kranken- und Altenpfleger weitere sozial bzw. helfend tätige Personen1 mit eigenem Hund als Co-Therapeuten / Therapiebegleithund im Hund – Mensch -Team zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Zertifizierter Fachberater für tiergestützte Interaktion“ Die berufsbegleitende Weiterbildung wurde von der "International Society for Animal - Assisted Therapy - ISAAT" (www.aat-isaat.org) nach Prüfungsverfahren am 24.02.2012 anerkannt und wird nach den Standards von ISAAT durchgeführt.  Allgemeine Ziele und Inhalte der Ausbildung Diese Weiterbildung ermöglicht dem zertifizierten Hund-Mensch-Team, Gesundheit, Wohlbefinden  und Lebensqualität bei Menschen mit erhöhtem Förderbedürfnis /-bedarf zu verbessern bzw. zu  ermöglichen. Über die Vermittlung von wissenschaftlich fundiertem, theoretischem und  praxisorientiertem Wissen werden die Teilnehmer des Kurses befähigt, selbstständig und  eigenverantwortlich TGT/TGP/TGF in entsprechenden Institutionen oder in eigener Praxis zu  planen und durchzuführen. Das geschulte Hund-Mensch-Team ist, im Gegensatz zum reinen  Besuchdienstservice, nach der Zertifizierung in der Lage, hoch effizient und professionell gezielt in  TGT/TGP/TGF zu arbeiten.  Der insgesamt achtzehn Monate andauernde Kurs ist so konzipiert, dass er nicht nur den  Richtlinien international anerkannter Weiterbildungskurse nach ISAAT-Zertifizierung und damit den  hohen Anforderungen und dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand bezüglich von  Lehrinhalten, Stundenanzahl, Dozenten, Aufnahmekriterien und Studien- und Prüfungsordnungen  hinsichtlich der Ausbildung der Therapeuten weitestgehend entspricht, sondern er stellt überdies  die fachspezifischen Kenntnisse über Hundeverhalten, arbeitsbedingte Stress-Interaktionen und  ein harmonisches Hund – Mensch – Verhältnis in den Mittelpunkt. Im Vordergrund der Ausbildung  der Hund-Mensch-Teams am I.H.M.B.S. steht neben dem Therapeuten und Klienten demnach  nicht zuletzt der Hund. Die Arbeit mit Hunden erfordert genaueste Kenntnisse über das Empfinden  und die Körpersprache der Tiere, um derartig in TGT/TGP/TGF eingesetzte Hunde weder zu  überfordern, zu ängstigen oder permanent negativem Stress auszusetzen, noch sie zu reinen  „Werkzeugen“ zu missbrauchen bzw. zu instrumentalisieren. Der Schutz des Co-Therapeuten  Hund vor negativen Emotionen und Stress muss sowohl in der Ausbildung, als auch im späteren  Einsatz oberste Priorität besitzen. Nur so wird es dem Hund möglich sein, die Arbeit des  Therapeuten zu unterstützen, indem Blockaden gelöst und Klienten geistig wie körperlich  mobilisiert werden. Der Hund ermöglicht es dem Therapeuten, einen Zugang zum Patienten und  eine Basis für gemeinsame Interaktionen zu schaffen. Der Hund ist in diesem Sinne ein  „therapeutisches Hilfsmittel“ um eine Bindung zum Klienten herzustellen. Weiterhin wird eine  Therapiemotivation hergestellt. Die Grundlage jeder erfolgreichen TGT/TGP/TGF mit Hunden ist  ein perfekt eingespieltes und harmonisches Hund-Halterteam. Derart vertraut und offen, kann sich  die gegenseitige Empathie bereits positiv auf den Klienten auswirken.  Die Teilnehmer des Kurses erhalten die Befähigung, innerhalb ihrer Tätigkeit bzw. ihres  Berufes oder Qualifikation, mit ihrem Hund Tiergestützte Therapien TGT (Tätigkeit im  Gesundheitswesen, u.a.), Tiergestützte Pädagogik TGP (Tätigkeit im Bildungswesen,  Kindereinrichtungen u.a.), sowie Tiergestützte Fördermaßnahmen TGF (Besuchsdienste in  Alten – und Pflegeheimen u.ä.) professionell durchzuführen bzw. auszuüben. Während der  Ausbildung erfolgt innerhalb des festgelegten Weiterbildungsprogramms eine individuelle  und flexible Betreuung aller Teilnehmer mit Bezug auf spezielle berufsbezogene  Besonderheiten. Die Vorlesungen bzw. Seminare finden zumeist an Wochenenden (berufsbegleitend) in Leipzig  (Seminarraum des Hörgerätezentrums Gromke) bzw. in Markkleeberg (Tierärztliche  Gemeinschaftspraxis Dres. Schulte & Lindner) statt. Die praktische Hundearbeit bzw.  Hundeausbildung, Exkursionen an Institutionen mit tiergestützten Programmen sowie  Hospitationsbesuche in sozialen Einrichtungen werden als Extratermine vereinbart.  Der Weiterbildungskurs umfasst mindestens 300 Stunden für Vorlesungen, Seminare, geführte  Diskussionen/Demonstrationen, praktische Hundeausbildung, Literaturarbeit, geführtes  Selbststudium (anhand von Skripten), sowie einer Abschlussarbeit und einer Abschlussprüfung.  Die Kursteilnehmer werden angehalten, selbstständig und auf eigene Kosten (Unterkunfts- und  Reisekosten) insgesamt 40 Stunden praktische Arbeit (Hospitation; einschließlich Bericht) in einer  oder mehreren Institutionen, die Hunde in ihrer Arbeit einsetzen, nachzuweisen und zu  dokumentieren.  Jeder Kursteilnehmer ist im Besitz eines Hundes im arbeits- bzw. einsatzfähigen Alter  (Vortestung). Zum Abschluss der Ausbildung sollte der Hund möglichst die Sozialreife erreicht  haben. Bei älteren Hunden, deren Ausbildung durchaus möglich ist, sollte bedacht werden, dass  es Limitierungen für den Einsatz gibt. Diese Limitierungen beziehen sich auf das Zeitvolumen.  Weiterhin sollte bedacht werden, dass der Hund ab einem bestimmten Alter nicht mehr eingesetzt  werden sollte. Dieses Alter richtet sich nach Gesundheitszustand, Vitalität, Stressresistenz.  Der Kurs wird mit einer schriftlichen Abschlussarbeit (ca. 80 Stunden, betreut) und einer  mündlichen Prüfung innerhalb eines halben Jahres nach Ende des Kurses abgeschlossen. Die  Teilnehmer, die das Zertifikat erhalten haben, erklären sich zu einer jährlichen Überprüfung des  Co-Therapeuten „Hund“ hinsichtlich von Stress- und Frustrationstoleranz bzw. bezüglich der  Arbeits- und Einsatzfähigkeit innerhalb von tiergestützten Interaktionen im Hund-Halter-Team  bereit, die in einem Serviceheft bestätigt wird. Die Kosten hierfür sind nicht im Gesamtpreis  inbegriffen.  Sollte der Hund nicht mehr vollständig oder gar nicht mehr die Anforderungen an die Tätigkeit als  Co-Therapeut in einer tiergestützten Interaktion erfüllen können, so kann der zertifizierte Fach-  berater einen neuen Hund beim I.H.M.B.S. vorstellen bzw. ausbilden lassen. Auch die teilweise  Zulassung des Hundes im eingeschränkten Einsatzspektrum ist möglich und wird  dementsprechend im Serviceheft dokumentiert. Das Serviceheft dient den Fachberatern zum  Nachweis über die regelmäßige Betreuung, Begleitung und Überprüfung durch das I.H.M.B.S. und  kann den entsprechenden Einrichtungen zur Vorlage gebracht werden.  Aufnahme-Kriterien Um eine individuelle Betreuung der Teilnehmer (besonders während der Abschlussphase und bei  den praktischen Übungen und Exkursionen) zu ermöglichen, werden nach bestandener  Aufnahmeprüfung nur maximal 20 Teilnehmer-Hund-Teams pro Weiterbildungskurs zugelassen.    Ärzte / Psychiater, Psychologen / Psychotherapeuten, Lehrer / Heilpädagogen, Sozialarbeiter /  Sozialpädagogen, Erziehungsbeauftragte / Kindergärtner, Ergotherapeuten Physiotherapeuten /  Seelsorger und weitere sozial bzw. helfend tätige Personen mit Universitäts-, Hoch- oder  Fachhochschulabschluss bzw. anerkannter beruflicher Ausbildung und Qualifikation, die  interessiert sind, Hunde in ihre berufliche Tätigkeit professionell zu integrieren, sind für die  Teilnahme an dem Weiterbildungskurs geeignet. Geeignete und engagierte Autodidakten ohne  thematische Berufsabschlüsse, die evtl. bereits eine tiergestützte Tätigkeit in sozialen  Einrichtungen durchgeführt haben, können sich ebenfalls bewerben und werden auf Eignung  (tiergestützte Fördermaßnahmen, Besuchsdienste) geprüft.  Jeder Bewerber muss mit seinem Hund eine Vortestung absolvieren, in der die Stresstoleranz  von Hund und Besitzer geprüft wird. Diese Testung ist kostenpflichtig, auch wenn der Bewerber  oder Hund sich als nicht geeignet erweisen sollten. Über das Ergebnis wird der Bewerber  schriftlich innerhalb von 14 Tagen nach Testung informiert. Jeder Bewerber hat einen Nachweis  darüber zu erbringen, dass sowohl sein Hund als auch er einen hinreichende  Haftpflichtversicherungsschutz vorweisen kann. Der Tierhalter haftet für Schäden, die sein Hund  verursacht hat (gem BGB). Die Versicherung ist von der Tätigkeit zu informieren. Gegebenenfalls  sollte eine Berufsunfall- bzw. Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.  Das I.H.M.B.S.-Abschlußzertifikat wird unter anderem den folgenden qualifizierenden Text  beinhalten:  „Frau/Herr ... hat die berufsbegleitende Weiterbildung „Zertifizierter Fachberater für tiergestützte  Interaktion (Hund)“ mit Erfolg abgeschlossen. Mit diesem Zertifikat wird bestätigt, dass sie/er bei  Ausübung ihres/seines Berufes professionell Hunde einbeziehen kann.“   weitere Informationen unter www.ihmbs.de