Ab in den Urlaub

Endlich! Es ist so weit – wir dürfen wieder (fast) unbeschwert reisen und in den Urlaub fahren. Natürlich dürfen unsere tierischen Begleiter da nicht fehlen. Nichts ist schöner, als mit Herrchen/Frauchen zu verreisen.

Damit es im und nach dem Urlaub kein böses Erwachen gibt haben wir hier eine kurze Zusammenstellung, worauf Sie achten sollten wenn Sie mit Ihrer Zottelschnauze Ferien machen.

Angefangen bei den Vorbereitungen hinsichtlich Parasitenprohylaxe über die Reisezeit bis hin zur Reiseapotheke finden Sie im anhängenden Dokument viel Wissenswertes.

Viel Spaß beim Lesen!

Vertrauensbildende Maßnahmen

Sollte es doch mal dazu kommen, dass (in diesem Fall) ein Hund aufgrund einer schmerzhaften Erfahrung, sein Vertrauen in uns verliert, nehmen wir uns als Tierverhaltenstherapeutische Praxis die Zeit, dieses Vetrauen wiederzuerlangen.

In den kleinen Videos wird schrittweise Vertrauen wieder aufgebaut. Somit werden der Behandlungstisch und auch wir als Praxisteam wieder positiv wahrgenommen. Diese Methode wird „Medical training“ genannt. Natürlich ist es mit einer einzelnen Trainingseinheit nicht getan und es braucht noch viele positive Erlebnisse, um das Vertrauen der Hündin wieder zu erlangen. Der Anfang ist aber schonmal gemacht.

Ausgangssituation: Die Hündin geht maximal bis auf 1m an den Tisch heran
Das Endresultat nach 20 Minuten Training: Die Hündin traut sich wieder näher an den Tisch heran und nimmt dort sogar Leckerlies

Der Frühling/Sommer und seine Pflanzenpracht

Endlich! Er ist da! Der Frühling – und mit ihm die saftig, grüne, bunte Pflanzenpracht in ihren schönsten Ausführungen.

Doch was für uns wunderschön fürs Auge und Gemüt ist, kann für unsere tierischen Begleiter schnell zur Giftfalle werden.

Im folgenden Dokument klärt Herr Dr. Lindner auf, warum manche Tiere Giftpflanzen zu sich nehmen und wie man sie davon abhalten kann.

Kleine Tricks erhalten die Freundschaft

Unter diesem Motto nehmen wir uns immer Zeit für unsere Patienten, um diese nach der Behandlung mit einem positiven Eindruck zu verabschieden. Somit gewinnt das positive Erlebnis und die Blutentnahme, wie hier, ist schnell vergessen.

Der Hund behält das Stückchen Wurst auf der Nase bis das Kommando „Nimm“ ertönt.

Hilfe, mein Tier stinkt – Was kann ich tun?

Quicktipp des Tages MDR Jump Interview mit Dr. Ronald Lindner online ab 05.05.2021 in der Audiothek

Konkret geht es um folgende Fragen:

  • Wann werden Gerüche aus Maul, Ohr oder Analdrüse bedenklich, sodass ich mit dem Tier zum Arzt muss?
  • Ist müffelndes Fell nach dem Baden problematisch oder sollte ich es mit speziellen Shampoos behandeln?
  • Wann wird der sprichwörtliche Hundepups so extrem, dass ich zum Tierarzt muss?
  • Zähneputzen mit Fingerlingen wird gern mal belächelt – Wie sinnvoll ist so etwas?
  • Wann wird Mundgeruch speziell bei Katzen problematisch und was könnte dahinterstecken?

Haustiercheck – Welches Tier passt zu mir

fiffi & co. unterwegs – Studioauftritt Dr. Ronald Lindner 26.04.2021 „MDR um 4“

Im vergangenen Jahr lebten etwa 35 Millionen Haustiere in deutschen Haushalten. Die Katze ist nach wie vor Deutschlands Heimtier Nummer eins, dicht gefolgt vom Hund. Auf Platz drei sind die Kleintiere wie Kaninchen & Meerschweine. Unsere Ziervögel wie also Wellensittiche & co. schaffen es auf Platz vier. Unser Tierverhaltenstherapeut Dr. Ronald Lindner gibt grundlegende Tipps zur Anschaffung eines Haustieres.

Wenn ich mir ein Haustier anschaffen will, was sind die ersten Fragen, die ich mir stellen muss?

Lindner: Passt das Tier zu mir und meinem Alltag? Kann ich ein verlässlicher Sozialpartner für meinen Hund oder ein kompetenter Manager für meine Meerschweinchen-WG sein? Wie und woher beziehe ich mein notwendiges Fachwissen für eine artgerechte Haltung? Was braucht mein Tier, um sich bei mir wohlzufühlen? Mit einem Tier übernimmt man die Verantwortung für ein Lebewesen – und muss auch bereit sein, diese zu tragen, solange das Tier lebt. Egal ob Meerschweinchen, Kaninchen oder Kätzchen – ein oder mehrere Tiere sollte man sich immer ganz bewusst zulegen, als Spontangeschenk ist es absolut ungeeignet.

Wie und wo informiere ich mich über den Familienzuwachs?

Lindner: Es gibt unzählige Ratgeberformate über art- und verhaltensgerechte Tierhaltung in vielschichtigen Medien, wie Bücher, Zeitschriften, Fernsehen und Internet. Nicht alle sind dabei wirklich hilfreich und wissenschaftlich korrekt. Es gehört leider auch zur Wahrheit, dass es viele vermeintliche Experten auf diversen Ausspielwegen gibt. Sie sollten dabei immer auf ihr Bauchgefühl hören: Sobald mit Druck oder Strafe gearbeitet wird, suchen Sie besser nach einer neuen Quelle, denn das spricht eher für einen unseriösen Fachmann. Ein guter Tipp sind auch die Merkblätter der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e. V. Dort findet man u.a. die Mindestanforderungen für die Haltung von Hunden, Katzen und Heimtieren.

Link: https://www.tierschutz-tvt.de

Woher weiß ich denn, welches Haustier zu mir am besten passt?

Lindner: Welches Tier für welchen Halter beschäftigt viele Menschen seit Urzeiten. Auch wird immer wieder von typischen „Katzenfrauen“ und ausgesprochenen „Hundemännern“ schwadroniert. Richtig ist, dass man sich vor Inbesitznahme tatsächlich die eigenen Lebensgewohnheiten und Alltagsabläufe bewußt machen sollte. Ein „Lesemensch“, der gern gemütlich daheim chillt und Musik hört, will sicher weniger gern bei Wind und Wetter mehrfach Gassi gehen – er entscheidet sich möglicherweise richtig für ein gut vergesellschaftetes Katzenpaar. Wer Vogelliebhaber ist, sollte wissen, dass auch Wellensittiche als „Minipapageien“ hochintelligente und soziale Schwarmvögel sind, die dringend mindestens einen weiteren „Welli“ (und nicht den Besitzer) als Sozialpartner brauchen. Ganz ähnlich sind die Ansprüche bezüglich des Zusammenlebens bei Kaninchen und Meerschweinchen – zwei Tierarten, die als „klassische Einstiegstiere im Kinderhaushalt“ gelten. Während diese Haltung bei entsprechender Unterstützung durch die Eltern noch halbwegs tiergerecht praktiziert werden kann, ist die Haltung von nacht- bzw. dämmerungsaktiven Fluchttieren, wie Hamster oder Chinchilla nicht für Kinderhaushalte geeignet. Bleibt der Hund als das wohl am besten an die menschlichen Lebensgewohnheiten angepasste Tier, das im Menschen seit vielen tausend Jahren seinen Hauptsozialpartner gefunden – ein weltweit einzigartiges Phänomen!

Katzen, Hunde, Meerschweinchen und Wellensittich gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Mit welchem Zeitaufwand ist bei diesen Haustieren zu rechnen und wie hoch ist der finanzielle Aufwand?

Lindner: Tiere kosten Zeit und Geld! Dies muss man sich vor der Anschaffung durchaus bewusst machen. Natürlich sollte dies nicht generell zur Vermeidung oder Verhinderung von Tierbesitz führen, denn auch diese Aufwendungen sind immer in Relation zur momentanen und künftigen Lebenssituation zu bewerten. Auch hier möchte ich noch mal auf die Merkblätter der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e. V.. Aber auch die STIFTUNG BÜNDNIS MENSCH & TIER stellt Kostenaufstellungen und Haltungspläne für Hunde, Katze, Meerschweinchen, Kaninchen und vieles mehr zur Verfügung. Oder man bleibt weiterhin treuer fiffi & co. Zuschauer. Denn wie viele Zuschauer wissen, besuchen wir nicht nur „Problemfälle“, sondern geben auch zahlreiche Tipps im Umgang mit unseren Haustieren – wie eben heute.

Link: www.buendnis-mensch-tier.de/bibliothek/tierhaltung

Wie gesagt: Laut Industrieverband Heimtierbedarf lebten im vergangenen Jahr etwa 35 Millionen Haustiere in deutschen Haushalten – eine Million Tiere mehr als vor der Pandemie. Wie stehen Sie zu dieser Entwicklung?

Lindner: Ich beobachte das ein wenig mit Sorge. Denn irgendwann ist die Pandemie sicher vorbei und wir können unseren „normalen“ Leben wieder nachgehen. Viele werden dann wieder Reisen wollen, schließlich durften sie das seit über einem Jahr nicht. Da kann das Haustier schnell zur Last werden. Aber was dann? Ab ins Tierheim damit?! Wohl besser nicht! Und ich kann es nicht oft genug betonen: Auch unsere Haustiere haben Gefühle, die wir berücksichtigen müssen. Deshalb sollte die Anschaffung eines neuen Familien-Mitgliedes gut überlegt sein.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Hunde wollen keinen Zwinger, Vögel keinen Käfig und Katzen sind am liebsten frei! Wenn es um die Bedürfnisse unserer Haustiere geht, sind wir Menschen eher inkompetente Übersetzer der jeweiligen Tiersprache. Dabei hat jede Tierart ihren ureigenen Anspruch an eine artgemäße Haltung, wo das Ausleben möglichst aller angeborenen Verhaltensmuster möglich sein muss. Tiere wollen nicht nur nicht leiden, sondern sich wohlfühlen!

Autor: Dr. Ronald Lindner | Steffen Hoffmann

Kastration von Hunden

Die Hunde von Dr, Lindner & Dr. Schulte
 

Das Thema Kastration wird immer wieder heiß diskutiert. Die deutsche Presseagentur (dpa) hat hierzu einen Artikel verfasst, in dem sich auch unser Tierverhaltenstherapeut Dr. Ronald Lindner äußern durfte.

https://www.mainpost.de/ueberregional/journal/tiere/berichte/wann-sie-ihren-hund-kastrieren-lassen-sollten-art-10579907

Auch Dr. Lindner hat sich sehr genau mit diesem Thema beschäftigt und im Rahmen seiner Tierverhaltenstherapie ein Paper dazu erstellt: