Informationen zur Verhaltenstherapie


Wann?

Verhaltenstherapie oft eine Hilfe für Tier und Mensch gleichermaßen, wenn das betreffende Tier sich selbst, seinem Halter, Mitgliedern der Familie oder anderen Menschen oder Tieren Schaden zufügt, oder aus anderen Gründen für den Halter, dessen Familie und/oder die Umwelt schwer oder kaum zu ertragen ist. Verhalten aus diesen Bereichen wäre u.a. :

  • Angst ( z.B. vor anderen Tieren, vor Menschen, vor dem Alleinsein, beim Autofahren, bei Gewitter, etc. )
  • Aggressives Verhalten gegenüber Mensch u./o. Tieren• Probleme mit der Stubenreinheit (Unsauberkeitsprobleme in Form von Kot- und Harnabsatz an unpassenden Stellen)
  • Zerstörungsaktivität in der Wohnung  
  • Andauerndes Bellen  
  • Erziehungsprobleme (an der Leine gehen, sich Medikamente eingeben zu lassen, Ohren und Pfoten anschauen lassen, Herkommen, Anspringen von Personen, mangelnder Gehorsam)  
  • Probleme im Bereich der Futteraufnahme (Futterbetteln, Fresssucht, Fressen von Gefundenem auf dem Spaziergang, u.a.) 
  • Probleme rund ums Auto 
  • Sich selbst Wunden zufügen, Haare ausrupfen, o.ä.
  • Probleme bei der Aufzucht, Welpenerziehung, Welpenseminare i.d.R. als Einzeltermine I-III

Wo?

  • Hausbesuche, falls erforderlich
  • Praxis (Therapieraum)
  • Freigelände, Grünanlagen


Wie?

Fragebogen

Dieser Fragebogen hat das Ziel, die Lebens- und Entwicklungsgeschichte des Tieres einsehbar und so verständlich wie möglich zu machen. Damit kann beurteilt werden, ob eine langfristige Betreuung und Umerziehung nötig ist, oder nur ein wenig Unterstützung bei der ansonsten ganz normalen Entwicklung und Erziehung.

In der Vorbesprechung (Anamnese) kann zunächst abgeklärt werden, wie dem familiären Umfeld und dem augenblicklichem Zustand und Wesen des Tieres am besten Rechnung getragen werden kann (die Vorbesprechung verpflichtet nicht zu einer Verhaltenstherapie). 1 – 2 stündige verhaltenstherapeutische Sitzungen


Was passiert bei einer Verhaltenstherapie?

  1. Vorgeschichte aufnehmen, Besprechung des Fragebogens und noch unklare Punkte genauer abklären (Verhaltenstherapie)
  2. Beurteilung des Verhaltens, Diagnose und Prognose
  3. Erstellen eines schriftlichen Therapieplans, der auf Besitzer und Tier individuell zugeschnitten und so gestaltet ist, dass er vom Tierbesitzer selbst in einzelnen Schritten durchgeführt werden kann

Der Therapieplan besteht aus mehreren Teilen:

  1. Allgemeine Informationen über die Tierart und das Verhaltensproblem (Ursache / Wirkung / Abläufe)
  2. Wie vermeidet man eine Verschlechterung der Situation?
  3. Wie kann das Verhalten verändert oder verbessert werden? Die einzelnen Trainingsschritte entsprechen dem derzeitigen internationalen Stand der Wissenschaft. Dem Tierbesitzer werden auf diese Weise die Informationen zugänglich gemacht, die ihm eine eigenständige und vom Therapeuten unabhängige Arbeit ermöglichen. Telefonischer Kontakt sollte während der Therapie bestehen. Unterstützung beim Training, falls erforderlich und gewünscht, kann in Einzelstunden (Trainingsstunden) erfolgen.

Kosten

Die Kosten richten sich nach dem Zeitaufwand und werden nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT, 28.07.1999) abgerechnet.


Welpenseminare

Hund und Mensch – von Anfang an ein Team  Informationen zur Hunde-Besitzer-Schulung 



Inhalte

  • Allgemeine Beratung vor Anschaffung eines Hundes
  • Der Hund als Mitglied der Familie (die entscheidenden ersten Wochen = Wegweiser für die Zukunft //Hausordnung – sinnvolle Regeln festlegen // Was bedeutet "Nabel – der – Welt"? // Mythos Dominanz, u.v.m.)
  • Kommunikation (Hund und Mensch sprechen verschiedene Sprachen! Wie versteht mich mein Hund dennoch? Wie macht Schule Spaß?)
  • Grunderziehung – Kommandos Schritt für Schritt
  • Was bedeutet Sozialisierung? – die entscheidenen ersten Wochen!
  • Weshalb Strafe erfolglos und gefährlich ist?
  • Welches Verhalten ist normal, gestört  oder unerwünscht?
  • Wie erfolgt ein Sauberkeitstraining?
  • Wie vermeide ich Trennungsangst?
  • u.v.m.

Wo?

  • Praxis (Therapieraum, Testraum)
  • Hausbesuche, falls erforderlich
  • Freigelände, Grünanlagen, Stadt


Wie?

  • Aufnahme der Wünsche und Ziele der Besitzer
  • Ablauf über 3 Termine – Welpenseminare I-III. a`90 min
  • theoretischer Teil – Besprechung und Ausgabe von schriftlichen Trainingsprogrammen für die Hundearbeit zu Hause = Dem Tierbesitzer werden auf diese Weise die Informationenzugänglich gemacht, die ihm eine eigenständige Arbeit ermöglichen!
  • praktischer Teil – Demonstration von Kommandos durch Therapeuten / Assistenten +Kommandogabe durch Besitzer unter Anleitung und Korrekturen / Beurteilung des Handlings / Managements

  • i.d.R. Einzeltermine, um die Effizienz der Lernarbeit zu gewährleisten (prakt. Übungen /    Außentermine auch in Kleinstgruppen möglich)
  • Die einzelnen Trainingsschritte und Erläuterungen entsprechen dem derzeit aktuellen internationalen Stand der Wissenschaft.

Die Kosten richten sich nach dem Zeitaufwand und werden nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT, 28.07.1999) abgerechnet