Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Tiervermittlung

Stellungnahme zur praktischen Umsetzbarkeit behördlich angeordneter Reduzierung eines Tierbestandes – Hunde

Stellungnahme zur praktischen Umsetzbarkeit behördlich angeordneter Reduzierung eines Tierbestandes – Hunde

Hintergrund:

Ein Veterinäramt will die Anzahl von Hunden in einer Zucht reduzieren und begründet dies mit Mängel im Tierschutz bzw. beklagt einen vorhandenen Überbesatz mit Bezug auf regional und überregional geltende Rechts-VO und Gesetze.

Konkrete Vorgaben des Amtes durch gerichtlichen Beschluss:

Reduzierung des Bestandes um mehr als 20 Tiere innerhalb eines Zeitraumes von wenigen Wochen, wobei über die Art der Abgabe bzw. Vermittlung keine Auflagen bzw. Vorgaben vorliegen….

Stellungnahme:

Neben den Möglichkeiten zur Realisierung und praktischen Umsetzung der Forderung des Veterinäramtes muss, gleichermaßen ob eine vorhandene oder vermutete Notwendigkeit der Abgabe der Tiere vorliegt, deren pflegliche Unterbringung mit einem entsprechenden Benefit bezüglich Tiergerechtheit vorliegen!

Die Vermittlung bzw. der Verkauf einzelner Tiere (auch paarweise) in Privatbesitz wäre eine der Möglichkeiten, die Anzahl des Tierbestandes zu reduzieren, obgleich die Anforderungen bezüglich der Sachkenntnisse über die Haltung von bestimmten Hunderassen (als grundlegende Voraussetzung für Inbesitznahme) häufig limitierend sein dürften.

Eine weitere Möglichkeit der Unterbringung von mehr als 20 Hunden innerhalb weniger Wochen wäre die Vermittlung in Tierheime. Die derzeitige Situation der Tierheime ist jedoch bundesweit mehr als angespannt. Die Verantwortlichen sind aufgrund von Personalmangel, steigenden Kosten und fortwährenden Auseinandersetzungen mit den Veterinärämtern häufig an der Grenze der Belastbarkeit.

Hauptprobleme / Herausforderungen:

  1. Personal:

1.1. Personalbestand: Der Personalbestand ist häufig dermaßen eingeschränkt, dass die tierschutzrechtlichen Vorgaben betreffs des Betreuungsschlüssels (Fachkraft /Anzahl der zu betreuenden Hunde) nicht eingehalten werden können.

1.2. Sachkunde: Die Sachkunde der verantwortlichen Betreuungspersonen ist häufig mangelhaft bzw. nicht gegeben – nicht selten besitzen lediglich die Tierheimleiter (und ggfls. wenige angestellte Mitarbeiter) den Sachkundenachweis nach §11b TschG!

1.3. Ehrenamtliche Mitarbeiter:

Die übrige Betreuung wird häufig durch ehrenamtliche Personen, die in der Regel über keine Sachkunde verfügen, sichergestellt. Die Betreuung der Hunde in vielen Tierheimen erfolgt demnach nicht nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes bzw. der Hundehaltungs-VO!

Räumliche Gegebenheiten / Unterbringung:

Viele Tierheime beklagen einen Überbesatz bzw. eine Tieranzahl, die in keinem rechtlich vorgegebenen Rahmen zum Platzangebot steht. Die Kapazitätsgrenzen vieler Tierheime betreffs der zu betreuenden Tiere sind mittlerweile erreicht; diese werden zunehmend überschritten, weil die Anzahl der als potentiell gefährlich einzustufenden Hunde eine gesonderte Unterbringung und die ausschließliche Betreuung durch Fachpersonal erschwert.

Aufnahme, Betreuung und Unterbringung von psychisch kranken bzw. traumatisierten Tieren: Die wenigsten Tierheime sind ansatzweise in der Lage, psychisch kranken, pathologisch aggressiven bzw. traumatisierten Tieren durch Fachpersonal eine dringend notwendige Resozialisierung zu ermöglichen, um diese Tiere bestenfalls in privaten Besitz vermitteln zu können, und um selbst als Tierheim die nachhaltige Tiervermittlung als vordringlichste Aufgabe zu erfüllen.

Auseinandersetzungen mit Behörden und Ämtern: (Bürokratische Konflikte) Viele Tierheime erfahren zu wenig Unterstützung durch Behörden; sei es durch verzögerte Umsetzung von Baugenehmigungen oder durch zahlreiche und oft willkürliche Maßnamen, wie die unbegründete Fortnahme von Hunden aus Privatbesitz.

Kosten und Inflation: Steigende Kosten für Energie, Personal, Tierärztliche Versorgung, Futter, u.a. führen weiter zur Verschärfung der Krise im Tierschutz.

Fazit:

  • Unter der Wahrung der Verhältnismäßigkeit ist es dringend geboten, Tiere aus einem Bestand nicht willkürlich und planlos herauszulösen, ohne ihnen eine Verbesserung der Lebensumstände gemäß den gesetzlichen Vorgaben des dt. TschG und der Hundehaltungs-VO zu ermöglichen. Hunden, die derzeit in sozialen Gruppen bzw. paarweise in Auslaufhaltungen leben können, würden unter den derzeitigen extrem restriktiven Bedingungen bei Unterbringung in üblichen Tierheimen mit üblicher Zwinger-Einzelhaltung und nur gelegentlichem Auslauf leiden!
  • Der umsichtigen Vermittlung in kompetenten Privatbesitz, insbesondere auch paarweise (Hunde, die derzeit miteinander vertraut leben), wäre hingegen unter besonderen Bedingungen möglich. Eine nachhaltige und tierschutzkonforme Vermittlung von mehr als 20 Hunden in wenigen Wochen ist hingegen eher nicht möglich.

Markkleeberg, 13.12.2025 Dr. Ronald Lindner

Unser Tierverhaltenstheapeut bei WISO-Trick

– Hundetrainer zu werden ist nicht schwer, ein guter Hundetrainer zu sein, dagegen sehr – Immer wieder sind verzweifelte Besitzer*Innen in unserer Tierverhaltenssprechstunde „mit den Nerven am Ende“, weil kein Hundetrainer „so richtig“ helfen konnte und die letzte Instanz dann die Tierverhaltenstherapie bleibt. Noch immer sind Gewalt und Strafe in den meisten Hundeschulen an der Tagesordnung. Bei WISO wurde dieses Thema nun aufgegriffen und anhand von Testpersonen hinter die Kulissen geschaut. Im folgenden Link können Sie die Sendung verfolgen und bei Minute 29:26 direkt zum Beitrag gelangen.

https://www.zdf.de/play/magazine/wiso-104/wiso-vom-1-dezember-2025-100

Wilde Miezen – Katzen allein unterwegs

Die Temperaturen steigen – der Frühling naht und unsere Stubentiger erwachen aus ihrem „Winterschlaf“ und werden unternehmungslustig. Unter folgendem Link können Sie das Freileben unserer Schnurrapparate beobachten – tägliche Streifzüge, Aufeinandertreffen mit Artgenossen oder das spektakuläre Jagdverhalten. Viel Spaß dabei!

Hier gehts zu den wilden Miezen: https://www.youtube.com/watch?v=hq0MBf6VAUs

Tiergestützte Intervention mit Studenten

Unsere Hund-Mensch-Teams unseres Institutes für Hund-Mensch-Beziehung Sachsen (http://www.ihmbs.de) kommen groß raus. Der MDR hat einen Beitrag zum Thema Therapiehunde und gestresste Studenten gebracht. In diesem Projekt wirken 3 unserer Absolventinnen mit ihren Co-Therapeuten mit: Katharina Liebig mit „Janosch“, Mandy Weber mit „Lisha“ und Polli Hornung mit „Brezel“ und „Fräulein Brause“ – BRAVO!!! Viel Spaß beim Anschauen

Endlich gibt’s tierisch was auf die Ohren

Start der Verhaltenssprechstunde im Format „Tierarztsprechstunde“ im Sachsenradio war am 24. Januar und Dr. Lindner wird von nun an regelmäßig 1x im Monat als Experte zu Gast im Studio sein – immer Mittwochs von 11-12 Uhr.

Die Termine stehen auch schon fest:

24.01.2024

20.03.2024

17.04.2024

15.05.2024

12.06.2024

07.08.2024

04.09.2024

02.10.2024

30.10.2024

27.11.2024

Hören Sie gern rein. Viel Spaß dabei!

Hier können Sie auch noch einmal nachhören:

https://www.mdr.de/sachsenradio/programm/ratgeber/tierarztsprechstunde100.html

zu Gast bei SternTV am Sonntag

Am 03.09.2023 war unser Tierverhaltenstherapeut Dr. Ronald Lindner zu Gast in der Sendung SternTV am Sonntag zu dem Thema „Tierquälerei in Socialmedia“. Was ist niedlich und was zählt schon zu Quälerei bzw. was bedeutet für die Tiere Stress? Hochinteressant und und wichtig zu wissen. Im folgenden Link kann die Sendung erneut geschaut werden. Viel Spaß!

https://drive.google.com/file/d/1Jq7YnsX-z-9nqGEPdYBtRGS90Qal325y/view

Ekelhaft! – Aber normal

Hunde sind nicht nur die besten Freunde des Menschen, sondern eben auch Hunde und machen mitunter Dinge, die in uns Missempfinden auslösen. In einem Artikel der dpa in der „Volksstimme“ ist unser Tierverhaltenstherapeut Dr. Ronald Lindner zu genau diesem Thema interviewt worden. „Wenn Hunde eklige Dinge tun“ – in unten aufgeführtem Link, können Sie nachlesen, warum Ihr Hund das tut was er tut. Viel Spaß dabei!

https://www.volksstimme.de/leben/haustiere/wenn-hunde-eklige-dinge-tun-3522932

Neujahrsgrüße 2023

Liebe Patientenbesitzer,

wir wünschen Ihnen für das neue kommende Jahr 2023 alles Gute und möchten uns für das vergangene Jahr bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die stets gute Zusammenarbeit bedanken. Wir hoffen, dass das kommende Jahr, trotz der widrigen Umstände, die die Welt bewegen, ein Gutes und Erfolgreiches für Sie und Ihre Familien wird.

„Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus Ihnen herausstreicheln“ (Astrid Lindgren)